Hans Herrneder

Hans Herrneder

Hans Herrneder baut in St Wolfgang Champagner-Roggen, Rotkorn und Gelbmehlweizen an.

Der Hof von Hans Herrneder in St Wolfgang ist ein geschlossener Kreislauf: Hinter dem Hof grasen Kühe auf der Weide. Ihre Abfälle düngen die Felder auf der gegenüberliegenden Seite der Landstraße und im Winter füttert Hans dann die Kühe mit dem Stroh, das er bei der Getreideernte herstellt. Außer etwas Saatgut für die Zwischenfrüchte unterhält sich der Kreislauf von selbst, regeneriert die bewirtschafteten Böden und erzeugt gleichzeitig wunderbare Lebensmittel. Mit Erfahrung und Gefühl baut Hans eine bunte Mischung von Getreide, Bohnen und Kartoffeln an für deren Qualität er steht und auf die er völlig zurecht stolz ist.

 

1. Was ist das Schönste an Deiner Arbeit?

Das Schönste an meiner Arbeit ist, dass ich jeden Tag aufs Neue die Natur und ihren Kreislauf spüren darf - mit allem was dazu gehört. Ich bewege mich draußen, an der frischen Luft, die Arbeit ist erdverbunden und ich arbeite im Einklang mit der Natur. Schön ist es auch zu erfahren, wenn meine Liebe und Begeisterung für diese Arbeit von verschiedenen Seiten so positiv bestätigt wird. 

 

2. Was macht verantwortungsvolle Landwirtschaft für Dich aus?

In erster Linie ist es mir wichtig, unsere wertvollen Ressourcen auch für die Nachkommen aufrechtzuerhalten. Das heißt, unseren Boden und unsere Erde nicht "kaputt zu wirtschaften“ oder auszubeuten, sondern verantwortungsvoll und wertschätzend mit der Natur und ihren Geschenken umzugehen. Damit geht einher, nicht um jeden Preis, den bestmöglichen Ertrag erwirtschaften zu wollen. Artgerechte Tierhaltung, spielt für mich ebenso eine wichtige Rolle. Hier kann ich mir z.B. guten Gewissens die Frage stellen, ob ich ein Rindvieh auf meinem eigenen Hof sein möchte.

3. Gibt es etwas an unserer Esskultur und Lebensmittelwirtschaft, das Du gerne ändern würdest?

Ja, der vermehrte Verzehr von saisonalen Lebensmitteln, die ressourcenschonend hergestellt werden, Stärkung der regionalen Produkte und Offenheit für Neues oder Unbekanntes. Damit meine ich z.B. konservative Esskulturen aufzuweichen.
Und sich vielleicht ab und an mal öfter die Frage stellen: "woher kommt das eigentlich, was hier auf meinem Teller liegt?".

 

4. Was kochst Du gerne?

Am liebsten bereite ich Pizza im Holzofen aus meinem eigenen Mehl:
halb Dinkelmehl, halb Gelbmehlweizen, Hefe, Wasser, Olivenöl und Salz.
Belegt wird mit regionalen Produkten, die der Kühlschrank gerade hergibt.

1 Kommentar


  • Annalena Pfefferkorn

    Lieber Hans, danke nochmals für die Lieferung deiner Kartoffeln und das Fleisch.
    Es waren die besten Kartoffeln und das beste Fleisch, das ich je gegessen habe.
    Liebe Grüße vom Tegernsee!


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